Sie brauchen entweder Strom und Kaltwasser oder Kalt- und Warmwasser. Beides (Strom und Warmwasser) liegt am WC nicht automatisch. Strom und Kaltwasser brauchen die Modelle, die einen Tank oder einen Durchlauferhitzer haben. Stromlose Modelle beziehen ihr warmes Wasser direkt aus dem Hauswassersystem. Auch ein „loser“ Stromanschluss des Dusch-WC mittels einer Aufputz-Leitung zur Steckdose ist übrigens zulässig.
Ja, denn dauerndes Wischen mit trockenem und rauem Toilettenpapier reizt die Analregion. Bei schon bestehenden Hämorrhoiden werden die Probleme dadurch noch verschlimmert. Wasser reinigt sanfter und zudem gründlicher und schont die empfindliche Intimregion. Übrigens empfehlen Proktologen, kein all zu warmes Wasser zu verwenden, weil das die Durchblutung anregt.
Die meisten Modelle besitzen eine spülrandlose Keramik sowie eine Schnelllösetaste beim Sitz: so lassen sich Keramik und Sitz problemlos abnehmen und reinigen. Zudem wird bei vielen Modellen der Duschstab vor und nach jeder Benutzung mit Wasser umspült, gereinigt und ist bei Verschmutzungen auswechselbar.
Dann haben Sie die Möglichkeit, ihr bestehendes WC mit einem Dusch-WC-Aufsatz nachzurüsten. Sie müssen allerdings wahrscheinlich in Kauf nehmen, dass die Kabel aufputz geführt werden. Das sieht nicht richtig schön aus.
Ein Bidet erfüllt den gleichen Zweck. Aber es kostet Raum im engen Bad, noch einen weiteren Sanitärapparat zu platzieren. In einem Dusch-WC sind Toilette und Bidet kombiniert und eine Reinigung mit Wasser wird direkt nach dem Toilettengang per Knopfdruck ermöglicht.
Nein, ein Dusch-WC bedeutet nicht, dass kein Papier mehr gebraucht wird. Nach dem Duschvorgang und dem Fönen ist das Kontrollwischen und Trockentupfen mit Papier nützlich. Der Warmlufttrockner kostet zudem Zeit. Wir erinnern uns an den Warmlufthändetrockner an der Raststätte – da wird nach dem Trocknen immer auch noch geschüttelt.
Nein, die Duschfunktion kann individuell gestartet werden. Natürlich kann die Toilette auch normal genutzt und nur bei Bedarf die Duschfunktion aktiviert werden. Man sollte sich beim Einsatz auf der Gästetoilette auch im Klaren sein, dass nicht jeder Gast mit einem komplexen Gerät umgehen kann. Erfahrungen aus dem halböffentlichen Bereich zeigen, dass unerfahrene Nutzer zuweilen auch eine nasse Hose bekommen.
Das Wasser wird entweder in einem Tank oder mit einem Durchlauferhitzer erwärmt – je nach Modell und Anbieter. Manche Modelle verfügen auch über Warmwasser direkt aus der Leitung. Letztere verfügen vermutlich über das hygienischere Wasser, weil es nicht in einem Tank erwärmt wird. Das hat aber nur dann Relevanz, wenn das Dusch-WC nach einer Hämorrhoiden-OP genutzt werden soll.
Die Verbrauchskosten beim Wasser sind gering und lassen sich vernachlässigen. Bei den Stromkosten ist das nicht ganz der Fall, allerdings lassen sich nur schwer konkrete Angaben machen. Zudem sind die Verbrauchswerte abhängig von der Häufigkeit der Nutzung, dem Hersteller und dem Modell. Für den elektrischen Verbrauch liegen uns von den Herstellern keine Zahlenwerte vor.

Allerdings lässt sich eine realistische Abschätzung über eine Modellrechnung machen: Der elektrische Verbrauch setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zunächst ist der Energieaufwand für die Erwärmung des Wassers zu berücksichtigen: Während des Duschvorgangs fließt kaltes Wasser aus der Leitung nach und muss erwärmt werden. Der Stromverbrauch hierfür berechnet sich aus der verbrauchten Wassermenge und der Temperaturdifferenz zwischen der Duschtemperatur und der Temperatur im Trinkwassernetz. Der zweite Teil des Energieverbrauchs entfällt auf die Warmhaltung des Wassers im Tank. Er dient zur Kompensation von Wärmeverlusten über die Tankisolation und die Anschlüsse. Überschlagsmäßig sollten Sie bei aktuellen Strompreisen und zwei Nutzungen am Tag mit zwei Euro Stromkosten pro Monat kalkulieren. Bei zehn Nutzungen am Tag steigen die Kosten auf 6,25 Euro im Monat. Derzeit laufen Messungen, um künftig genauere Angaben machen zu können.

Wir raten zum Testen vor dem Kauf: Informieren Sie sich beim jeweiligen Hersteller, welche Sanitärfachbetriebe Dusch-WC-Modelle zum Testen in Sanitärausstellungen zur Verfügung stellen. Die Internetmodelle kann man sich liefern lassen, sollte sich jedoch vom Anbieter ein Rückgaberecht bestätigen lassen. Weil es sich um einen Hygieneartikel handelt, kann das Rückgaberecht eingeschränkt sein.
Das ist kein Problem, Dusch-WC-Aufsätze eignen sich auch für den Gebrauch in Mietwohnungen – und können mit umgezogen werden. Der Wasser-Anschluss erfolgt durch eine Fachkraft am Eckventil des Waschtischs, Stromanschluss an eine 230-Volt-Steckdose.
Die Gründlichkeit der Reinigung hängt von der Duschdauer, der Strahlstärke und dem Volumenstrom des Duschstrahls ab. Sollten Sie mit dem Duschergebnis nicht zufrieden sein, können Sie einen erneuten Duschvorgang starten. Die wichtigste Kennzahl dürfte das bereitgestellte Wasservolumen  sein. Zu geringe Wasservolumina deuten auf ein schwaches Erwärmungssystem hin.
Eine gute Frage. Der Kernnutzen des Produkts ist Hygiene – aber wie sieht es darinnen aus? Wer schon mal einen Kaffee-Vollautomaten zerlegt hat, weiß um die besondere Bedeutung dieser Frage. Wichtige Hygienefragen sind bei den Tanksystemen: Lässt sich das System desinfizieren (Chemie oder thermisch durch heißes Wasser) und lässt es sich entkalken. Kalkablagerungen sind ideale Nährböden für Keime. Zudem könnte stark kalkhaltiges Wasser dem teuren Dusch-WC irgendwann einmal gefährlich werden, wenn man es nicht entkalken kann.